Check-In Drama

Als wir in Brisbane ankommen haben wir 4 Stunden Zeit bis zum Weiterflug. Als eine der Ersten stehen wir vor dem Check-In Schalter als dieser öffnet. Beim Einchecken des Gepäcks stellt sich dann heraus, dass mit unserem Flug von Paris nach Hamburg etwas nicht stimmt. Wir werden an eine nette Dame am Hilfeschalter verwiesen. Hier erklärt man uns das der Status im System von Etihad auf „I“ statt auf „K“ steht. Auf unserem Flugplan ist der Status korrekt, aber so lassen sich scheinbar für den gesamten Flug keine Bordkarten erstellen und kein Gepäck einchecken. Die Dame erreicht eine Hotline von Air France. Auch in deren System ist der Status i. O. Leider hilft diese Info nicht aus um das System zu umgehen. Inzwischen stehen wir bereits 1,5h vor dem Schalter und alle anderen Passagiere sind längst durch. Zwischenzeitlich schlägt man uns vor einfach neue Flüge zu buchen und dann zu Hause zu versuchen das Geld vom Reisebüro zurück zu bekommen. Dann macht der Check-in zu und das Boarding beginnt. Die Supervisorin kommt und hat die entscheidende Idee oder Entscheidungsgewalt um das System zu überlisten. Im Laufschrift geht es dann für uns zum Sperrgepäckschalter durch die Sicherheitskontrollen und beim Gate werden wir auch bereits erwartet. Geschafft.! Ob es das Gepäck auch so schnell bis in den Laderaum geschafft hat erfahren wir spätestens in Hamburg.

When we arrive in Brisbane we have 4 hours until the next flight. We are one of the first passengers waiting in front of the check-In counter when it opens. During the check-in of our luggage it becomes clear that there is something wrong with our ticket. We are being redirected to a nice lady at the service desk. The lady tells us that the status of our reservation is wrong. It should be “K” but in the system of Etihad it is shown as “I”.   On our printed reservation it has the right status “K”.  But with wrong status in the booking system of Etihad it is not possible to check-In. After one and a half hours we get the information that in the booking system of Air France the status is also on “K”. But as no one is able to change the status in the Etihad system this information does not help us. In the meantime we are suggested to buy new tickets and to try to get the back from the agent in Germany afterwards. At this time all other passengers have checked in, the counter is closed and boarding at the gate already started. Then the supervisor comes with the key idea and finds a solution somehow. Now everything has to go very quick. We run to the oversized baggage counter and through the safety control. At the gate we are already expected and so we reach our seats just a few minutes before takeoff. If our luggage has made it into the cargo bay we will know when we arrive in Hamburg.

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Packen! / Packing!

Sonnenuntergang / Sunset

Bei strahlendem Sonnenschein und entsprechenden Temperaturen nehmen wir die Faltboote auseinander und trocknen alles hinter dem Haus auf dem Volleyballfeld. Gegen Mittag sind die Boote in ihren Packsäcken und auch die Ausrüstung ist verstaut. Wir erledigen letzte Einkäufe und reservieren einen Tisch auf der Seeterasse für das heutige Barbecue. Beim Sonnenuntergang genießen wir neben gegrilltem Fisch auch Cassava, Süßkartoffeln, Pakchoi-Gemüse und Seegrassalat! Danach kommt die Stringband aus Munda vorbei und gibt neben lokalen Liedern viele Bob Marley Songs zum besten, die vom Publikum gern mitgesungen werden.

In bright sunshine and warm temperatures we disassemble the folding kayaks and dry all the equipment behind the house on the volleyball field. At around noon the kayaks and the rest of the equipment is packed into their bags. We finish the last shoppings and book a table for the barbecue on the seaside terrace this evening. With the sunset we enjoy grilled fish, cassava, sweet potatoes, pak choi and salad made from seaweed.  Afterwards a local string band from Munda appears and besides local songs they also play lots of songs by Bob Marley who is very popular here in the region. The audience sang along. Even as the heavy rain started the band did not stop playing. The guitars must be waterproofed!

Skull Island

Schädelgrab / Skullgrave

Ca. 15km von unserer Unterkunft entfernt liegt eine kleine, besondere Insel: Skull Island, was soviel wie “Schädel Insel“ heißt. Mit leichtem Rückenwind paddeln wir dorthin. Als wir uns der Insel nähern taucht auch ein Einheimischer im Boot auf und bleibt bei uns, als wir ehrfurchtsvoll über die Insel zu dem Schrein gehen. Er erzählt, das schon sein Großvater Wächter über diese Insel war. Es seien viele Schädel gestohlen worden. Hier liegen über 200 Schädel von besiegten Kriegern und in einem geschlossenen Schrein liegen die Schädel von verstorbenen Häuptlingen. Bis 1920 wurde diese Stätte genutzt. Unser Rückweg zieht sich, denn es ist Wind aufgekommen, den wir jetzt von vorne haben.

About 15 km from Munda there is a small, very interesting island. Skull Island!
It is named that, because you can find an old shrine with lots of human skulls, as relicts from times where headhunting was tradition. With a light tailwind we kayak to the island in the morning. As we come close to the island a local fisherman shows up and stays with us the whole time when we enter the island. He tells us that even his grandfather was a guardian of the shrines. More than 200 skulls from defeated warriors lay here as well as a large number of skulls from deceased chiefs. But many of them were stolen over the years. Until 1920 this place was used to lay down the skulls. On our way back the headwind is strongly increasing so it is difficult to get back to Munda.

Zurück in der Zivilisation / Back in the Civilization

Elke

Heute morgen haben wir uns von Kilo und seiner Crew verabschiedet und haben uns auf den Weg nach Munda gemacht. Nach einer Querung von ca. 10km paddeln wir an Roviana Island entlang, als plötzlich eine Gruppe von kleinen Delfinen an uns vorbeischwimmt. Dann suchen wir die Durchfahrt in die Roviana Lagoon, die uns unsere Gastgeber auf der Karte gezeigt haben. Leider ist gerade Niedrigwasser und wir müssen aussteigen und treideln. Nach weiteren 15 km erreichen wir Agnes Guesthouse, das direkt am Wasser liegt und daher ideal für uns ist. Die Geschichte, das 2 Kayaker durch die Salomonen paddeln, ist uns vorausgeeilt, und als wir anlegen, werden wir sofort gefragt, ob das wir sind. Wir müssen hier erstmal wieder in der Zivilisation ankommen, schließlich haben wir seit Wochen weder ein Auto, noch ein Restaurant noch eine warme Dusche gesehen und es geht hier sehr lebhaft zu!

This morning we said goodbye to Kilo and his crew and started our trip to Munda. After a crossing of around 10 km we kayak along Roviana Island where suddenly a group of dolphins appear next to us. It takes us a while to find the entrance to the passage to the Roviana Lagoon, which our host showed us on the map. Sadly it is low tide and we have to get out and tow the kayaks. After another 15 km we reach Agnes Guesthouse, which lays directly next to the water. Perfect for us. The story that 2 kayakers are making their way through the Solomon Islands is travelling fast and so we are asked if we are those 2 as we get out of our kayaks. We have get used to civilization again. After all, we haven’t seen cars, nor restaurants or warm showers in weeks and it is very lively here.

Kennedy Island

Schiffswrack

Auf Empfehlung von Kilo, dem Lodge-Inhaber, machen wir uns heute auf den Weg zu Kennedy Island. Die Insel wurde nach dem späteren US-Präsidenten benannt, der hier im zweiten Weltkrieg gestrandet ist, nachdem sein Schiff von den Japanern versenkt wurde. Außer einem verrosteten Teil eines Schiffswracks ist hier aber nicht viel auf der Insel zu sehen. Dafür sind die bunten Korallenriffe drumherum sehr schön!

On recommendation of Kilo, the lodge owner, we are making our way to Kennedy Island today. The island was named after the former US-President, who stranded here in the 2nd World War after his ship sunk due to an attack by the Japanese. But apart from a rusty part of the shipwreck there is not much to see here. Instead there is plenty of beautiful coral reef to explore.

In der Titiru Eco Lodge / At the Titiru Eco Lodge

Morgens um 3:00 Uhr legt das Schiff in Ughele an und wir fragen uns wie wir die Kajaks vom Schiff kriegen. Der Anleger ist für den Ausstieg zu hoch. Kurzerhand werden die Kajaks durch die Fenster entladen, während das Schiff sich auf und ab bewegt. Wir werden bereits erwartet und unser Gastgeber leitet uns zu einer etwas ruhigeren Stelle, denn auch der Markt hat schon geöffnet. Unsere Boote bleiben zunächst auf dem Anlieger liegen, als wir in ein Motorboot steigen. Sie kommen nach dem Frühstück auf dem gleichen Weg nach. Als wir uns vom Anleger entfernen ist es stockdunkel. Im Wasser, das zu beiden Seiten aufspritzt, tanzen lauter kleine Lichter. Meeresleuchten! In unserem Bungalow angekommen, schlafen wir schnell ein. Ein knurrender Magen weckt uns und wir bekommen ein leckeres Frühstück. Dabei lernen wir die anderen Gäste hier kennen. Zwei Freiwillige aus Neuseeland und Doktor John Schenk, ein Botaniker aus Australien, der hier aufgewachsen ist und uns viel von seiner Arbeit und der Beziehung zu den Salomonen erzählt. Es regnet ununterbrochen und wir sind froh über das Dach über dem Kopf. Als es am Nachmittag etwas trockener wird, besuchen wir das nahe gelegene Dorf, in dem zu unserer großen Verwunderung kleine Gärten um die Häuser herum angelegt sind und auch die Wege von Pflanzen gesäumt sind. Wir erfahren, das es sogar einen Wettbewerb für die schönste Anlage gibt.

In the morning at 3AM the ship arrives in Ughele. As we get there we ask ourselves how we will get the kayaks off the ship, because the pier is way to high. Without further ado our kayaks are being transferred through the window, while the ship is going up and down in the waves. We are already being expected and our host brings us to a quieter spot, because of the noise from the market. At first our kayaks are being left on the pier, when we get into a motorboat. They are being transferred to us on the same way after the breakfast. As we take off the dock it is pitch black. In the water that splashes around the boat however, are heaps of small dancing lights. Marine phosphorescence!
Arrived in our bungalow we are off to bed immediately. A growling stomach wakes us up in the morning and we are greeted by a tasty breakfast. At the same time we meet all the other guests here. Two volunteers from New Zealand and doctor John Schenk, a botanist from Australia, who grew up here. He tells us a lot about his work and his relationship to the Solomon Islands. It is raining nonstop and we are glad about the roof above our heads. As it dries a bit in the afternoon we visit the nearby village, in which we surprisingly find little gardens around the houses that are carefully planted with flowers. Even the paths are edged by flowers. We find out that there is a contest on who has the prettiest property.

Beeindruckende Unterwasserwelten / Astonishing Underwater Worlds

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Als wir in unserer Stelzenhütte aufwachen, regnet es. Gestern Abend haben wir, nachdem der Besitzer der Lodge gekommen ist, ein spätes aber sehr gutes Abendessen bekommen. Heute morgen werden wir mit einem hervorragenden Frühstück begrüßt. Es gibt Pfannkuchen, Bananen, Ei und Cassava Kokosnuss-Pudding, eine lokale Spezialität. Es regnet immer noch und wir sind eingeladen uns Zeit zu lassen. Wir packen, rödeln noch rum und trinken einen Tee mit dem Besitzer bis es trockener wird. Dann machen wir uns auf den Weg. Schnell tauchen im flachen Wasser wunderschöne Korallenriffe auf. Wir legen an und gehen schnorcheln. Als wir in die Bucht von Seghe fahren ist die Wasseroberfläche ganz ruhig und im klaren türkisblauen Wasser zeigt sich die Unterwasserwelt in überwältigender Pracht. Korallen in allen Farben türmen sich bizarr bis zur Oberfläche und dazwischen tummeln sich bunte Fische. Wir können nicht anders: Wir zücken die GoPro und halten sie immer wieder ins Wasser. Dann landen wir am Fähranleger an, wo wir heute Nacht mit der “MV Fair Glory” weiter in Richtung Munda fahren wollen.

As we wake up in our hut it rains. Yesterday evening, after the owner arrived we got a late, but very good dinner. This morning we are welcomed by an excellent breakfast. From pancakes to banana, egg to cassava coconut pudding, a local delicacy, there is plenty of options. It is still raining and we are invited to stay and rest. We load our kayaks and drink a cup tea with the owner until the weather calms. Then we head off. Quickly beautiful coral reefs show up in the shallow water. We use the next possibility to land and get our snorkeling gear out. As we turn into the bay of Seghe the water surface is completely still and the underwater world presents itself in an astonishing and overwhelming glory in the clear turquoise-blue water. Corals in all sorts of colours are piling up to the surface and in between colourful shoals float through the water. We can not resist and pull out the GoPro to film the beautiful scene. Later on, we land at the pier where we are taking the „MV Fair Glory“ to Munda at night.

Durchs Mangroven-Labyrinth / Through a mangrove labyrinth

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Wir verabschieden uns von unseren Gastgebern und paddeln entlang drei kleiner Dörfer, deren Silhouette von einer großen Kirche geprägt ist. Heute ist nicht viel los, da Sabbat ist. Die komplette Marovo Lagoon ist streng “Seventh Day Adventists“. Nachdem wir die Orte hinter uns gelassen haben, paddeln wir durch einen natürlichen Kanal, der auf beiden Seiten von Mangroven begrenzt wird. Als er sich öffnet, sehen wir vor uns ein Labyrinth kleiner Inselchen, die alle aus Korallen bestehen und mit Mangroven und anderen Bäumen bewachsen sind. Wir fahren sehr vorsichtig hindurch, denn das Wasser ist sehr flach und völlig unvermittelt tauchen immer wieder Korallen auf, die fast bis zur Wasseroberfläche reichen. Unser Ziel heute ist die Marovo Sea Lodge, von der wir immerhin gehört haben, das sie geöffnet hat. Wir finden die auf Stegen angelegte Lodge, müssen aber warten, bis der Besitzer kommt.

We say goodbye to our hosts and kayak along three small villages, which silhouettes are shaped by a big church. Today is quiet because of Sabbat. The complete Marovo Lagoon is strongly „Seventh Day Adventist“. After leaving the scene behind we are kayaking through a natural canal that is bordered by mangroves. As we paddle into the canal we see a labyrinth full of little islands that consist of corals, mangroves and other trees. We are very careful while paddling through because of the shallowness and corals that reach to the surface of the water. Our destination today is the Marovo Sea Lodge. We find the Lodge on docks but have to wait until the owner stops by to check in.

Von Savea Island nach Chea / From Savea Island to Chea

Nach einer weiteren durchregneten Nacht auf der kleinen Insel, packen wir bei grauen Wolken und Nieselregen die Boote – unter der Aufsicht vom Besitzer der Insel, der extra rüber gekommen ist, um uns beim Ablegen zuzuschauen. Nach einem kurzen Stop beim nächsten Laden, wo wir unser Proviant aufstocken, verlassen wir Mbatuma und paddeln zwischen Küste und zahlreichen Inseln Richtung Norden. Wir kommen an vielen Dörfern vorbei und manchmal färbt sich das Wasser braun, wenn wir an Abholzungen vorbei paddeln. Als wir an einem Steg fragen, wo wohl das Gasthaus ist, werden wir auf die nächste Insel verwiesen. Hier finden wir einige Gebäude, die schon bessere Zeiten gesehen haben, aber man versichert uns, dass dies ein Gasthaus ist. Der einzige Raum, der für uns in Frage kommt, wird schnell hergerichtet, ein Eimer und Schöpfkelle hinter dem Haus dient als Dusche und kochen müssen wir auch selbst. Aber wir können mal alles trocknen und niemand stellt uns die gleichen Fragen.

After another rainy night on the small island we are packing our kayaks during a light rain period. The sky is grey. Under supervision by the owner we are loading our kayaks and take off. After a short stop at the next store, where we restock our supplies, we leave Mbatuma behind and paddle along the coast between islands northwards. We come across countless villages and sometimes when we kayak through lumbering areas the water turns brown. When we ask where the next guesthouse is, we are being directed to the next island. Here we find several houses that definitely have seen better days, but we are being ensured that this is a guesthouse. The only room that we could consider is quickly being made up. A bucket and ladle behind the house are our shower and cooking is done by us as well. But at least we can dry our stuff and nobody asks us the same questions over and over again.

Abwettern in Savae Yachtclub / Weathering in the Savae Yachtclub

Die ganze Nacht und auch den ganzen Vormittag über ergießt sich tropischer Regen über unser Zelt. Wir sitzen unter einem mit Palmblättern gedecktem Dach an einem Picknicktisch, über dem ein Schild das ganze als “Savae Yachtclub“ ausweist. Wir erfahren dann auch, was es damit auf sich hat. Der Besitzer der Insel kommt höchstpersönlich vorbei, zum Einen, um zu kassieren, zum Anderen, um sich mit den Touristen zu unterhalten. So erfahren wir, dass hier einige Dörfer eine Tourismus Schulung gemacht haben, wo sie den richtigen Umgang mit dieser Spezies gelernt haben. Auch sein Sohn kommt vorbei, bringt traditionelles Essen in Palmblättern eingewickelt mit und stellt uns die gleichen Fragen, wie sein Vater. Er scheint bei der gleichen Schulung gewesen zu sein. Bisher kommen hier nur eine handvoll Segler vorbei und andere Touristen sind eher selten, aber die Menschen hier hoffen, das es bald mehr werden.

It rains the whole night and through half of the day down on us and our tent. We are sitting underneath a top made of palm tree leaves at a picnic table. A sign says „Savae Yachtclub“. Soon we find out why it is called that. The owner comes to visit us. Firstly to collect cash, but also to communicate and talk to the tourists. That way we find out that a couple villages have had a training in tourism, where they learnt how to deal with this „special species“. Also his son stops by to say hello and brings traditional food, wrapped up in palm leaves. He asks us the same questions as his father. It seems like he was at the same training. At this stage there are only a few sailors that stop here. Tourists are rather rare, but the people here hope that more tourists will stop by in the future.